Zuhause ist am schönsten…

Für uns bedeutet gute Pflege Vertrauen, Einsatz und Nähe. Das Krankenpflegeteam Kiel bietet Ihnen eine Ihren individuellen Bedürfnissen angepasste Betreuung in allen Pflegegraden. Wir sind sicher, dass eine gute Beziehung zwischen Ihnen und uns die Basis für einen harmonischen und respektvollen Umgang ist. Wir nehmen uns Zeit für Sie, um Sie nach Ihren individuellen Möglichkeiten im Alltag zu unterstützen.

Wir sind ein Familienunternehmen, das seit 1994 für Patienten in Kiel tätig ist. Unsere über 50 Mitarbeiter*innen sind zumeist schon viele Jahre bei uns und fest in den Teams verankert. Wir haben ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Nöte rund um Ihre persönliche Pflegesituation. Ihre Fragen zur Pflege beantworten wir klar und kompetent. Wir geben Ihnen einen umfassenden Überblick über die Ihnen gesetzlich zustehenden Leistungen und planen mit Ihnen gemeinsam Ihre individuelle Versorgung. Wir kommen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zu Ihnen nach Hause.

Ich freue mich auf Ihren Anruf
Ihre

Anja Goldschmidt-Frahm

Corona – Sorgen und Hoffnungen

Für unsere neue Blog-Reihe berichten Mitarbeiter/innen des Krankenpflegeteam Kiel über ihren individuellen Umgang mit der Pandemie. Unterstützung bekommen wir, wie auch schon oft in der Vergangenheit, durch Ulrich Winter, der als erfahrener Redakteur die Interviews durchführen wird.

Teil 1
11. März 2021

Anja Goldschmidt-Frahm

Krankenschwester,
Inhaberin des Krankenpflegeteam Kiel,
verheiratet und Mutter von zwei Kindern

Frau Goldschmidt-Frahm, wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

26 Jahre, ich habe das Krankenpflegeteam im Jahre 1994 in der Ringstraße in Kiel gegründet.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ich gehe einfach jeden Tag gerne zur Arbeit, um mit meinem Team bedürftigen Menschen ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen und ihnen eine liebevolle Pflege und Betreuung anzubieten. Als Krankenschwester habe ich schon immer gerne mit und für Menschen gearbeitet.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Die Pandemie hat uns enger zusammengeschweißt. Seit letztem Jahr ziehen alle noch mehr als früher an einem Strang und freuen sich über die kleinen Schritte in Richtung auf eine sichere Arbeitswelt. Dafür wird im Krankenpflegeteam viel für die Sicherheit der Mitarbeiter*innen getan:

zweimal wöchentliches Testen des kompletten Teams, Fortbildungen als Videokonferenz, regelmäßige Online-Information zur Pandemie, Home-Office, Abstandregeln im gesamten Büroablauf, Entlastungstage für Mütter und Väter, Betriebsfeste „To Go“.

Was ist ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Meine größte Sorge ist, dass sich eine meiner Mitarbeiter*innen ansteckt und womöglich einen unserer Patient*innen ansteckt. Natürlich habe ich – wie wir alle – auch Angst um meine Eltern und meine Kinder. Daher sind sich alle im Team einig, die Corona-Regeln nicht nur bei der Arbeit, sondern auch zuhause einzuhalten.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alle unsere Patient*innen und deren Angehörige bald die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen. Und ich wünsche mir wieder etwas mehr Leichtigkeit in unserem Leben, und dass alle die alleine leben, die soziale Isolation gut überstehen werden.

Teil 2
12. April 2021

Angela Karow

Im Garten 300m² schwarze Erde für ein Gemüsebeet, drei Schafe und aktuell drei Lämmer, die sich um die Pflege des Grases auf dem weitläufigen Gelände kümmern und neun Enkelkinder – um die kümmert sich Angela Karow (60) als liebevolle Großmutter.

Das Leben scheint voll – „arbeiten“ geht sie allerdings auch noch: als Palliativ Care Pflegekraft und als Teamleiterin beim Krankenpflegeteam Kiel.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Brutto rund 24 Jahre – ich habe mal acht Monate ausgesetzt und woanders ausprobiert, wie es ist.
Habe ich dann schnell wieder sein gelassen – die Umstände dort waren nicht schön – und wieder bei
Anja Goldschmidt-Frahm angefangen. Hier arbeite ich schon lange im Palliativ Care Team – und bin
schon seit über zehn Jahren leidenschaftlich Teamleitung von Team Ost.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ach, hier gibt es immer was Neues, immer etwas Spannendes, Anderes. Das hält jung – und keiner sagt hier: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ und will alles beim Alten belassen. Dieses Totschlagargument ist für mich ein Kündigungsgrund – die Pflege kann und muss sich ändern. Und hier ist sie immer in guter Bewegung.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Der Kontakt, zwischen uns und den Patienten aber auch im Team untereinander. Körperkontakt ist wichtig in der Pflege – und jetzt gerade nicht möglich. Mal in den Arm nehmen, berühren – geht gerade nicht. Auch die Gespräche haben sich geändert. Supervision am Telefon ist schwierig: Tränen kann man schlecht hören. Die Erlebnisinformationen gehen verloren – und das ändert den Kontakt.

Nicht alle Menschen, nicht alle Kolleg*innen können gut über ihre Gefühle sprechen und da fehlt die Berührung, das intuitive und direkte Wissen darum, wie es dem Gegenüber gerade geht.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Sehr sicher. Alle halten sich an die Regeln und wir sind gut geschützt. Wir sind gut mit Schutzkleidung ausgestattet und alle mindestens schon einmal geimpft. Außerdem werden wir seit Dezember 2x wöchentlich getestet. Ich fühle mich im Privaten unsicherer.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Unser aller Nervenkostüm wird dünner und angestrengter. Ich muss noch mehr mit mir haushalten und achtsam mit mir umgehen. Ich möchte die Wünsche der Menschen um mich herum erfüllen, für sie da sein. Das ist mir wichtig und Quell von Zufriedenheit. Gerade jetzt ist der Bedarf meiner Mitmenschen nach Zuwendung groß und ich gebe gern – muss allerdings gut aufpassen, mich dabei nicht selbst zu verlieren.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich möchte entspannt in Rente gehen können und danach das Leben noch genießen. Aber bitte ohne Demenz. Richtig lange brauche ich nicht mehr arbeiten, mal schauen, was dann kommt. Mir fällt bestimmt was ein – und sonst sind da ja noch meine Enkel und der Garten und die Schafe und die Lämmer und …

Teil 3
28. April 2021

Tanja Sykes

Alleinerziehende Mutter dreier Kinder, entdeckte während des ersten Lockdowns ihre alte Liebe zum Nähen wieder. „Wir brauchten Alltagsmasken, im Keller stand meine alte Nähmaschine und so haben Nähen und ich wieder zueinander gefunden.“

Wie einige Kolleginnen auch nähte sie Alltagsmasken, als medizinische Masken ein rares Gut waren. Das hat sich ja nun geändert, doch die Nähmaschine ist trotzdem noch nicht wieder im Keller.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Seit November 2012. Ich arbeite hier als Pflegefachkraft und bin Praxisanleiterin für unsere Schüler*innen und Praktikant*innen, was mir unglaublich viel Spaß macht. Vorher habe ich in der Stroke Unit des Städtischen Krankenhauses gearbeitet und den Wechsel nicht bereut. Dass ich mit dem Rad gerade mal 15 Minuten zur Arbeit brauche, ist da nur der kleinste Bonus.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Die Arbeit hier im Team ist so schön abwechslungsreich. Zwar liebe ich auch die Routine – privat habe ich schon genug Trubel um die Ohren – aber die Mischung macht es. 90 Prozent Stammpatienten und zehn Prozent Neuaufnahmen oder Vertretungen, da bleibt das Gehirn fit. Und außerdem sind wir ein tolles Team. Ich arbeite sehr, sehr gern mit meinen Kolleg*innen zusammen. Wir stehen uns teilweise sehr nah, sind ein ganz kuscheliger Haufen. Wir sind nicht nur für unsere Patient*innen und Angehörigen da, sondern auch füreinander.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Nun, auf jeden Fall nehmen wir uns nicht mehr in den Arm. Das vermisse ich wirklich. Auch die Teamtreffen fehlen mir. Zwar halten wir mit unserer Kommunikations App

[einer datenschutz-konformen Messanger-App für Firmen, Anm. d. Verf.] guten Kontakt und können uns so zumindest digital austauschen, aber das persönliche Gespräch in der Gruppe fehlt mir. Und natürlich hat die Pandemie einiges an grundsätzlichen Herausforderungen in unsere Arbeit gebracht: Schutzkleidung, Maskentragen, verunsicherte und ängstliche Patient*innen. Der Bedarf an Trost und Beistand ist deutlich größer.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Da mache ich mir keine großen Gedanken. Wir sind mit allen erforderlichen Schutzmitteln ausgerüstet, schon seit Dezember vergangenen Jahres tragen wir alle FFP2-Masken bei der Arbeit, wir werden jede Woche 2x getestet und haben alle mindestens unsere erste Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 hinter uns. Ich fühle mich sicher.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Ich bin Mutter, Tochter, Kollegin und Bezugsperson für meine Patient*innen – ich mache mir immer Gedanken.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir sind alle so artig mit den Abständen und Treffen und halten uns so an die Regeln. Ich möchte wieder feiern, ein unbeschwertes Miteinander mit meinen Kolleg:*innen erleben können. Das wünsche ich mir.

Teil 4
6. Mai 2021

Dietrich Terdenge

… oder „Herr Dietrich“, wie ihn die Patient*innen gerne nennen, treibt es in seiner Freizeit ins Grüne. Egal ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß – an die frische Luft geht es. Denn das ist das Medium, im dem sich seine Lieblingstiere aufhalten, die Vögel.

Der 58-jährige Kieler ist begeisterter Hobby-Ornithologe. Und in dieser Eigenschaft hat er schon am Helgoländer Lummensprung teilgenommen, war auf Darß zur Kranichrast – aber auch in Marina Wendtorf und an der Steilküste bei Stein war er mit seiner Kamera schon auf Motivsuche. Denn die Fotografie ist eine weitere Leidenschaft Dietrich
Terdenge.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

24 Jahre und seit 10 Jahren leite ich das Team Nord. Davor habe ich schon zwei Jahre als Pflegedienstleitung hier gearbeitet, die Rolle der Teamleitung gefällt mir jedoch viel besser.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Sie ist abwechslungsreich. Die Teamleitung zeichnet sich durch eine Mischung administrativer und praktischer Tätigkeiten aus. Im gesamten Team gibt es ein ausgeglichenes
Geben und Nehmen. Auf unsere Leitung kann ich mich in jeder Situation verlassen; sowohl die Geschäftsführung als auch die Pflegedienstleitung stehen hinter mir. So wie die beiden auch die grundsätzliche Mitarbeiterfürsorge – egal ob in Pandemiezeiten, oder nicht – leben. Und wenn eine Schieflage wahrgenommen wird, beginnen die beiden
direkt gegenzusteuern. Das finde ich gut.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Naja, nach unserem Umzug in die Ringstraße haben wir einen großartigen, großen runden Tisch, an dem Teammeetings und kleine Feiern stattfinden sollen. Das haben wir bisher nicht gemacht – Kunststück, geht aktuell ja auch nicht. Denn eines empfinde ich ganz deutlich: Alle Kolleg*innen ziehen bezüglich der Hygieneregeln an einem Strang.
Da gibt es keine Ausreißer. Das bedeutet aber eben auch, dass wir uns nicht mehr einfach so mal sehen oder in den Arm nehmen, miteinander essen, Kaffee trinken, klönen oder feiern können wie sonst.

Das fehlt mir schon sehr. Ansonsten hat sich das Hygienekonzept mit Masken, Abstand, Lüften und so weiter sehr gut eingespielt, das merken wir hier gar nicht mehr so richtig.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Ich fühl mich hier sehr sicher – und das schon seit Beginn der Pandemie. Wir arbeiten schon lange mit FFP2-Masken, die uns unsere Chefin stellt, und auch die Patient*innen ziehen mit uns an einem Strang. Außerdem sind wir alle mindestens schon einmal geimpft. Ich bin sogar schon mit der 2. Impfung durch. Also, alles gut.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Weiterhin ist meine größte Sorge, dass ich andere anstecken könnte, insbesondere Patient*innen – das wäre furchtbar für mich. Aber auch die sind ja zunehmend geimpft.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass Pflege von der Politik und der Öffentlichkeit endlich mal mehr wertgeschätzt wird und dass es grundsätzlich bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung für Pflegepersonal gibt. Dass die Gängelung unserer Arbeit durch das Pflegeversicherungssystem endlich aufhört: Wir brauchen Stundensätze, dann können wir noch individueller auf die Wünsche unserer Patient*innen reagieren. Und ich wünsche mir den großen, runden Tisch einzuweihen. Dort zu sitzen und sich mit einem Handschlag oder einer Umarmung begrüßen zu können. Denn Pflege ist mehr als die Summe der Tätigkeiten, wie einer meiner Ausbilder immer sagte.