Zuhause ist am schönsten…

Für uns bedeutet gute Pflege Vertrauen, Einsatz und Nähe. Das Krankenpflegeteam Kiel bietet Ihnen eine Ihren individuellen Bedürfnissen angepasste Betreuung in allen Pflegegraden. Wir sind sicher, dass eine gute Beziehung zwischen Ihnen und uns die Basis für einen harmonischen und respektvollen Umgang ist. Wir nehmen uns Zeit für Sie, um Sie nach Ihren individuellen Möglichkeiten im Alltag zu unterstützen.

Wir sind ein Familienunternehmen, das seit 1994 für Patienten in Kiel tätig ist. Unsere über 50 Mitarbeiter*innen sind zumeist schon viele Jahre bei uns und fest in den Teams verankert. Wir haben ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Nöte rund um Ihre persönliche Pflegesituation. Ihre Fragen zur Pflege beantworten wir klar und kompetent. Wir geben Ihnen einen umfassenden Überblick über die Ihnen gesetzlich zustehenden Leistungen und planen mit Ihnen gemeinsam Ihre individuelle Versorgung. Wir kommen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zu Ihnen nach Hause.

Ich freue mich auf Ihren Anruf
Ihre

Anja Goldschmidt-Frahm

Der 21. September ist der Welttag der Dankbarkeit

(World Gratitude Day)

Die Wurzeln des Welttages der Dankbarkeit gehen zurück auf ein Thanksgiving Essen, eines führenden UN-Abgeordneten, im International East-West Center in Hawaii, im Jahr 1965. Bei diesem Essen kamen die internationalen Gäste zu dem Endschluss, dass es eine wundervolle Idee wäre, an einem Tag des Jahres ihren Dank für die vielen hervorragenden Dinge in der Welt auszudrücken. Von der Idee inspiriert, schufen viele dieser Gäste, im Jahr 1966, den ersten Tag der Dankbarkeit in ihren jeweiligen Heimatländern.

Jeder von uns hat sicher ganz eigene Gründe dankbar zu sein. Für Gesundheit, liebe Menschen in unserem Leben, auf die wir uns verlassen können, kleine Auszeiten, Hoffnung, dass es immer wieder weiter geht……

Aber ich möchte diesen Tag auch zum Anlass nehmen mich bei Euch zu bedanken – meinem Team. Danke, dass Ihr jeden Tag Euer Bestes gebt, geschlossen an meiner Seite steht, mich täglich darin unterstützt mit viel Energie und Leidenschaft unsere Patient*innen in ihrem zuhause zu pflegen und zu unterstützen, jede neue Pflegereform mit mir umsetzt (und da gab es ja einige Änderungen in den letzten 27 Jahren) und  unsere Schüler*innen und Praktikant*innen für diesen wunderbaren Beruf der Pflege begeistert.

Bei Euch Schüler*innen möchte ich mich dafür bedanken, dass Ihr unseren Pflegedienst für den Start in Euer Berufsleben gewählt habt. Es macht uns allen unglaublich viel Spaß Euch die Leidenschaft für diesen Beruf zu vermitteln, den wir schon seit so vielen Jahren gerne ausüben. Ihr gebt uns die Möglichkeit stets Neues zu lernen und daran zu wachsen. Ihr seid die Zukunft der Pflege.

Ich möchte mich auch bedanken bei unseren Patient*innen und Angehörigen, die sich an uns wenden und uns ihr Vertrauen schenken – zum Teil schon seit 20 Jahren. Danke für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit, die konstruktiven Rückmeldungen und Ihre Geduld bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen und unseren Schüler*innen. Sie tragen viel dazu bei diese Menschen für unser Team und für den Beruf der Pflege zu begeistern.

Es sind die Menschen mit und für die man arbeitet, die täglich dazu beitragen unsere Arbeit befriedigend und sinnstiftend zu empfinden. Ich komme auch nach 27 Jahren immer gerne zu Arbeit und dafür sage ich 

DANKE.

Eure/ Ihre Anja Goldschmidt-Frahm


Corona – Sorgen und Hoffnungen

Für unsere neue Blog-Reihe berichten Mitarbeiter/innen des Krankenpflegeteam Kiel über ihren individuellen Umgang mit der Pandemie. Unterstützung bekommen wir, wie auch schon oft in der Vergangenheit, durch Ulrich Winter, der als erfahrener Redakteur die Interviews durchführen wird.

Teil 8
30. Juni 2021

Monika Englisch

Eigentlich arbeitet sie gar nicht beim Krankenpflegeteam Kiel. Oder doch? „Ich mache hier ein Praktikum im Rahmen meiner generalistischen Pflegeausbildung“, berichtet die 36-Jährige. Die Mutter einer kleinen Tochter arbeitete lange Zeit in ihrem anderen Ausbildungsberuf als Friseurin. Nachdem ihr langjähriger Arbeitgeber jedoch Insolvenz anmeldete, entschied sie sich zu einem beruflichen Neustart in der Pflege – auch, um später
einen sicheren Job zu haben.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Zwei Monate meines dreimonatigen Praktikums sind nun zum Zeitpunkt des Interviews um.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Als Pflegehelferin habe ich zwar schon mal in einem anderen Pflegedienst gearbeitet, aber der war sehr klein. Das Krankenpflegeteam ist ziemlich groß und trotzdem unglaublich familiär. Die Atmosphäre hier ist superfreundlich und wertschätzend, die Kolleg*innen immer hilfsbereit – und vor allem haben sie Geduld mit uns Schülerinnen und Schülern. Insbesondere die Praxisanleiterinnen, mit denen wir meistens unterwegs sind, gehen auf unsere Bedürfnisse ein und holen uns da ab wo wir stehen.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Kann ich nicht genau sagen, vor der Pandemie war ich noch nicht hier. Ich sehe aber, wie verantwortungsvoll hier mit der Situation umgegangen wird. Grundsätzlich glaube ich, dass wir in der Gesellschaft alle gelernt haben, ein wenig rücksichtsvoller miteinander umzugehen und mehr aufeinander zu achten.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Ich fühle mich sehr sicher. Von Anfang an haben alle in meiner Umgebung auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet, die meisten sind inzwischen geimpft – wir genauso wie unsere Patient*innen. Zweimal pro Woche werden wir auf Corona getestet.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Sorge? Ich freue mich, dass ich vergangenen Oktober meine Ausbildung antreten konnte. Ich habe keine beruflichen Sorgen im Zusammenhang mit Corona. Und sonst auch nicht.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir dDass ich im September 2023 meine Ausbildung erfolgreich beenden werde. Und dann mal schauen, wo ich arbeite. Ambulant kann ich mir gut vorstellen, stationär auch – wichtig ist mir, dass die Arbeitszeiten zu meiner familiären Situation passen.ie Pandemie jetzt gut zu Ende bringen und die nicht nochmal neu entflammt, mit einer anderen Mutation oder was auch immer. Keiner weiß schließlich, wie es weitergeht.

Teil 7
16. Juni 2021

Andrea Drenkhahn

Nicht nur leidenschaftlich gerne Krankenschwester und Praxisanleiterin, sondern seit der Pandemie auch Hobbygärtnerin. Zusammen mit ihrem Partner hat sie sich einen Schrebergarten zugelegt. Doch das mit dem Gemüse ist so eine Sache: „Wir stehen in Konkurrenz zu Schnecken und Wühlmäusen – und bisher stehen die Gewinner nicht fest.“ So einige Gurkenpflanzen hätten abends noch schön ausgesehen, nur um am kommenden Tag komplett verschwunden zu sein. Die Situation bleibe weiterhin spannend.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Seit inzwischen 13 Jahren. Vorher habe ich stationär gearbeitet, mich um meine Kinder gekümmert und sogar einen kleinen fachfremden Ausflug in die Sportrehabilitation gemacht. Mich da ein paar Jahre um Empfang und Organisation gekümmert. Als Praxisanleiterin kümmere ich mich nun gemeinsam mit zwei anderen Kolleginnen um die Ausbildung unserer Praktikant*innen und Auszubildenden.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ich kann mich hier kreativ einbringen, sowohl die Chefin als auch unsere Pflegedienstleitung haben ein offenes Ohr für Vorschläge. Im Krankenpflegeteam gibt es wenig, das fest eingefahren ist. Wir als Mitarbeiter*innen werden gefördert und unterstützt, wo es nur geht. Das ist toll und auch, dass die Chefin sich um eine familiäre Atmosphäre im Büro kümmert, gefällt mir sehr.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Im Verhältnis zueinander eigentlich nichts. Außer, dass wir natürlich auf Körperkontakt verzichten müssen, uns nicht mehr drücken und herzen können. Das fehlt schon. Auch feiern wir nicht mehr miteinander, sonst haben wir nach der Arbeit schon mal gegrillt oder waren im Klettergarten – naja, das kommt wieder.

Und das Verhältnis zu den Patient*innen ist natürlich notgedrungen ein wenig distanzierter geworden. Wir müssen mehr Abstand halten, uns und die Patient*innen bei Pflegetätigkeiten durch Maske und manchmal auch zusätzlich durch Face-Shields schützen.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Auf der Arbeit habe ich mich immer sicher gefühlt. Schon früh haben wir alles getan, was getan werden konnte. Unsere Chefin hat es geschafft, immer auch das notwendige Material da zu haben. Wir werden nach wie vor wöchentlich getestet und schon sehr früh haben wir nur noch mit FFP2-Maske gearbeitet. Ich fühle mich hier sicher. Und geimpft bin ich – wie auch meine Kolleg*innen auch schon länger.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Meine größte Sorge war immer, eine Patientin oder einen Patienten anzustecken. Oder ein Familienmitglied. Ich freue mich darauf, meine Kinder mal wieder zu sehen. Da die teilweise sehr, sehr weit weg wohnen, haben wir uns nun schon fast eineinhalb Jahre nicht gesehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir die Pandemie jetzt gut zu Ende bringen und die nicht nochmal neu entflammt, mit einer anderen Mutation oder was auch immer. Keiner weiß schließlich, wie es weitergeht.

Teil 6
7. Juni 2021

Doris Heppt

Sie stammt aus Franken und das hört man ihr auch an – ihr rollt das „R“ weiterhin elegant von der Zunge. Doch sonst hat sich die 61-Jährige sehr gut eingenordet: Sie ist mit einem Bootbauer verheiratet und fährt für ihr Leben gern Kajak. Egal, ob auf der Ost- oder einem schlichtem Binnensee. Doris Heppt liebt es, auf dem Wasser zu sein.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Seit mittlerweile 22 Jahren. Ich habe im Mai 1999 beim Krankenpflegeteam angefangen. Ich kümmere mich als Verwaltungskraft, zusammen mit meinen beiden Kolleginnen darum, dass die Mitarbeiter:innen wenn Sie aus der Pflege ins Büro kommen alles haben was sie brauchen. Wichtige Informationen, Material, Pflegehilfsmittel, Hilfe am PC und natürlich ausreichend Getränke, Obst und Snacks. Ich kümmere mich um korrekte Verordnungen für die Pflege und mache die Abrechnung. Außerdem bin ich hier die „Finderin“: Ich weiß immer, wo alles liegt. Naja, fast immer.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Die große Verlässlichkeit und die Wertschätzung, die bei uns herrscht. Ich kann eigenverantwortlich arbeiten und wenn es Schwierigkeiten gibt, egal ob beruflich oder privat, dann finde ich bei meiner Chefin und der Pflegedienstleitung ein offenes Ohr. Auch gefällt mir, dass die Chefin sich für Kleinigkeiten bedankt – einfach mal so. Und ich habe einen sehr schönen Arbeitsplatz, der wurde mit viel Liebe eingerichtet.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Wir haben deutlich mehr Büroarbeit und mehr Aufwand in der Materialausgabe mit den ganzen Masken, Desinfektionsmittel, das ganze Lüften und so weiter. Das auf jeden Fall. Ansonsten fallen die Treffen mit den Kollegen:innen weg, wir sitzen nicht mehr beisammen, es gibt keine Geburtstagsfeiern, keine Weihnachtsfeier mehr. Das hat sich sehr verändert und das finde ich sehr schade.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Sicher. Absolut sicher. Schon deutlich vor der politischen Entscheidung haben wir nur mit FFP2-Masken gearbeitet, wir werden regelmäßig getestet, die Kollegen:innen halten sich alle an die Abstände und sonstigen Hygieneregeln – ich fühl mich hier bei der Arbeit sicher.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Meine größte Sorge? Dass das noch lange so bleibt. Das wir noch lange mit den aktuellen Einschränkungen leben müssen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir wieder mehr Treffen in der Firma, wieder ein lockereres Miteinander, unabhängig von den aktuellen Hygieneregeln. Das wünsche ich mir – sonst ist alles gut.

Teil 5
19. Mai 2021

Sandra Littmann

Sie arbeitet als Pflegeberaterin beim Krankenpflegeteam Kiel und ist nach eigenen Angaben 39 Jahre alt. Allerdings schon ein wenig länger, wie sie mit einem Lächeln zugibt.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Dafür, dass ich hier eigentlich gar nicht arbeiten wollte, ganz schön lang. Eigentlich wollte ich nach meiner Ausbildung ein bisschen frei machen und habe mich während eines Spaziergangs durch die Stadt bei
Anja Frahm als Krankenschwester beworben. Und dann hat die so lange nicht lockergelassen, bis ich bei ihr angefangen habe. Das ist nun auch schon ein bisschen her, knapp zwanzig Jahre.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ich konnte und kann immer zu meiner Chefin oder der Pflegedienstleitung gehen und über die Arbeitszeitmodelle sprechen, die zu meiner aktuellen Lebenssituation passten und passen. Als Single habe ich viel gearbeitet, auch gerne Überstunden
gemacht, später dann, mit Familie, weniger, teilweise sehr wenig – und dann wieder mehr. Immer haben die beiden es möglich gemacht, dass ich weiter mit Spaß beim Krankenpflegeteam arbeiten konnte.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Wir feiern keine Feste mehr, es gibt keine Teamsitzungen mit körperlicher Anwesenheit mehr, wir hatten hier immer einen Teller mit Naschis – der ist natürlich auch dem Hygienekonzept zum Opfer gefallen. Aber an der eigentlichen Arbeit hat sich nichts geändert. Und an der Stimmung untereinander auch nicht – bloß sich alle mal wieder treffen und in den Arm nehmen können wäre schön.

Während des ersten Lockdowns haben die Patienten gerade in meinem Bereich der Patienten- und Pflegeberatung schon einige Termine abgesagt – aber das ist nun nicht mehr so. Ich mache eher mehr Patiententermine als vorher, die ich mir frei einteilen und auch in der Cloud von
zuhause dokumentierten kann.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Sehr sicher. Wir halten uns an die Regeln und damit fühle ich mich sehr sicher. Hier in der Firma tun wir alles, was nötig ist, um sehr
sicher zu arbeiten. Und das schon von Anfang an.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Zu Beginn der Pandemie hatte ich die Befürchtung, dass ich Minusstunden aufbaue, da keine Beratungen mehr stattgefunden haben. Das hat sich aber schnell wieder gelegt. Heute mache ich mir Gedanken um die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten – und um die Beschulung meines Sohnes. Das ist doch gerade echt schwierig! Und dann mache ich mir noch Gedanken darüber, dass häusliche Gewalt zunimmt, gerade für Kinder und Frauen. Das soziale Gefüge verschiebt sich, Aluhüte [Corona-Leugner, A. d. Verf.] machen mich wütend. Und ich nehme wahr, dass wir alle dünnhäutiger
geworden sind.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die Zukunft? Ich möchte gesund und zufrieden 86 Jahre alt werden.

Teil 4
6. Mai 2021

Dietrich Terdenge

… oder „Herr Dietrich“, wie ihn die Patient*innen gerne nennen, treibt es in seiner Freizeit ins Grüne. Egal ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß – an die frische Luft geht es. Denn das ist das Medium, im dem sich seine Lieblingstiere aufhalten, die Vögel.

Der 58-jährige Kieler ist begeisterter Hobby-Ornithologe. Und in dieser Eigenschaft hat er schon am Helgoländer Lummensprung teilgenommen, war auf Darß zur Kranichrast – aber auch in Marina Wendtorf und an der Steilküste bei Stein war er mit seiner Kamera schon auf Motivsuche. Denn die Fotografie ist eine weitere Leidenschaft Dietrich
Terdenge.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

24 Jahre und seit 10 Jahren leite ich das Team Nord. Davor habe ich schon zwei Jahre als Pflegedienstleitung hier gearbeitet, die Rolle der Teamleitung gefällt mir jedoch viel besser.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Sie ist abwechslungsreich. Die Teamleitung zeichnet sich durch eine Mischung administrativer und praktischer Tätigkeiten aus. Im gesamten Team gibt es ein ausgeglichenes
Geben und Nehmen. Auf unsere Leitung kann ich mich in jeder Situation verlassen; sowohl die Geschäftsführung als auch die Pflegedienstleitung stehen hinter mir. So wie die beiden auch die grundsätzliche Mitarbeiterfürsorge – egal ob in Pandemiezeiten, oder nicht – leben. Und wenn eine Schieflage wahrgenommen wird, beginnen die beiden
direkt gegenzusteuern. Das finde ich gut.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Naja, nach unserem Umzug in die Ringstraße haben wir einen großartigen, großen runden Tisch, an dem Teammeetings und kleine Feiern stattfinden sollen. Das haben wir bisher nicht gemacht – Kunststück, geht aktuell ja auch nicht. Denn eines empfinde ich ganz deutlich: Alle Kolleg*innen ziehen bezüglich der Hygieneregeln an einem Strang.
Da gibt es keine Ausreißer. Das bedeutet aber eben auch, dass wir uns nicht mehr einfach so mal sehen oder in den Arm nehmen, miteinander essen, Kaffee trinken, klönen oder feiern können wie sonst.

Das fehlt mir schon sehr. Ansonsten hat sich das Hygienekonzept mit Masken, Abstand, Lüften und so weiter sehr gut eingespielt, das merken wir hier gar nicht mehr so richtig.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Ich fühl mich hier sehr sicher – und das schon seit Beginn der Pandemie. Wir arbeiten schon lange mit FFP2-Masken, die uns unsere Chefin stellt, und auch die Patient*innen ziehen mit uns an einem Strang. Außerdem sind wir alle mindestens schon einmal geimpft. Ich bin sogar schon mit der 2. Impfung durch. Also, alles gut.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Weiterhin ist meine größte Sorge, dass ich andere anstecken könnte, insbesondere Patient*innen – das wäre furchtbar für mich. Aber auch die sind ja zunehmend geimpft.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass Pflege von der Politik und der Öffentlichkeit endlich mal mehr wertgeschätzt wird und dass es grundsätzlich bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung für Pflegepersonal gibt. Dass die Gängelung unserer Arbeit durch das Pflegeversicherungssystem endlich aufhört: Wir brauchen Stundensätze, dann können wir noch individueller auf die Wünsche unserer Patient*innen reagieren. Und ich wünsche mir den großen, runden Tisch einzuweihen. Dort zu sitzen und sich mit einem Handschlag oder einer Umarmung begrüßen zu können. Denn Pflege ist mehr als die Summe der Tätigkeiten, wie einer meiner Ausbilder immer sagte.

Teil 3
28. April 2021

Tanja Sykes

Alleinerziehende Mutter dreier Kinder, entdeckte während des ersten Lockdowns ihre alte Liebe zum Nähen wieder. „Wir brauchten Alltagsmasken, im Keller stand meine alte Nähmaschine und so haben Nähen und ich wieder zueinander gefunden.“

Wie einige Kolleginnen auch nähte sie Alltagsmasken, als medizinische Masken ein rares Gut waren. Das hat sich ja nun geändert, doch die Nähmaschine ist trotzdem noch nicht wieder im Keller.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Seit November 2012. Ich arbeite hier als Pflegefachkraft und bin Praxisanleiterin für unsere Schüler*innen und Praktikant*innen, was mir unglaublich viel Spaß macht. Vorher habe ich in der Stroke Unit des Städtischen Krankenhauses gearbeitet und den Wechsel nicht bereut. Dass ich mit dem Rad gerade mal 15 Minuten zur Arbeit brauche, ist da nur der kleinste Bonus.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Die Arbeit hier im Team ist so schön abwechslungsreich. Zwar liebe ich auch die Routine – privat habe ich schon genug Trubel um die Ohren – aber die Mischung macht es. 90 Prozent Stammpatienten und zehn Prozent Neuaufnahmen oder Vertretungen, da bleibt das Gehirn fit. Und außerdem sind wir ein tolles Team. Ich arbeite sehr, sehr gern mit meinen Kolleg*innen zusammen. Wir stehen uns teilweise sehr nah, sind ein ganz kuscheliger Haufen. Wir sind nicht nur für unsere Patient*innen und Angehörigen da, sondern auch füreinander.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Nun, auf jeden Fall nehmen wir uns nicht mehr in den Arm. Das vermisse ich wirklich. Auch die Teamtreffen fehlen mir. Zwar halten wir mit unserer Kommunikations App

[einer datenschutz-konformen Messanger-App für Firmen, Anm. d. Verf.] guten Kontakt und können uns so zumindest digital austauschen, aber das persönliche Gespräch in der Gruppe fehlt mir. Und natürlich hat die Pandemie einiges an grundsätzlichen Herausforderungen in unsere Arbeit gebracht: Schutzkleidung, Maskentragen, verunsicherte und ängstliche Patient*innen. Der Bedarf an Trost und Beistand ist deutlich größer.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Da mache ich mir keine großen Gedanken. Wir sind mit allen erforderlichen Schutzmitteln ausgerüstet, schon seit Dezember vergangenen Jahres tragen wir alle FFP2-Masken bei der Arbeit, wir werden jede Woche 2x getestet und haben alle mindestens unsere erste Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 hinter uns. Ich fühle mich sicher.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Ich bin Mutter, Tochter, Kollegin und Bezugsperson für meine Patient*innen – ich mache mir immer Gedanken.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir sind alle so artig mit den Abständen und Treffen und halten uns so an die Regeln. Ich möchte wieder feiern, ein unbeschwertes Miteinander mit meinen Kolleg:*innen erleben können. Das wünsche ich mir.

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