> Blog-Reihe Corona / Teil 7

  • 16. Juni 2021

Für den siebten Teil unserer Blog-Reihe konnten wir unsere engagierte Mitarbeiterin Andrea Drenkhahn gewinnen. Auch sie berichtet über ihren individuellen Umgang mit der Coronapandemie.

16. Juni 2021

Andrea Drenkhahn

Nicht nur leidenschaftlich gerne Krankenschwester und Praxisanleiterin, sondern seit der Pandemie auch Hobbygärtnerin. Zusammen mit ihrem Partner hat sie sich einen Schrebergarten zugelegt. Doch das mit dem Gemüse ist so eine Sache: „Wir stehen in Konkurrenz zu Schnecken und Wühlmäusen – und bisher stehen die Gewinner nicht fest.“ So einige Gurkenpflanzen hätten abends noch schön ausgesehen, nur um am kommenden Tag komplett verschwunden zu sein. Die Situation bleibe weiterhin spannend.

Wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

Seit inzwischen 13 Jahren. Vorher habe ich stationär gearbeitet, mich um meine Kinder gekümmert und sogar einen kleinen fachfremden Ausflug in die Sportrehabilitation gemacht. Mich da ein paar Jahre um Empfang und Organisation gekümmert. Als Praxisanleiterin kümmere ich mich nun gemeinsam mit zwei anderen Kolleginnen um die Ausbildung unserer Praktikant*innen und Auszubildenden.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ich kann mich hier kreativ einbringen, sowohl die Chefin als auch unsere Pflegedienstleitung haben ein offenes Ohr für Vorschläge. Im Krankenpflegeteam gibt es wenig, das fest eingefahren ist. Wir als Mitarbeiter*innen werden gefördert und unterstützt, wo es nur geht. Das ist toll und auch, dass die Chefin sich um eine familiäre Atmosphäre im Büro kümmert, gefällt mir sehr.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Im Verhältnis zueinander eigentlich nichts. Außer, dass wir natürlich auf Körperkontakt verzichten müssen, uns nicht mehr drücken und herzen können. Das fehlt schon. Auch feiern wir nicht mehr miteinander, sonst haben wir nach der Arbeit schon mal gegrillt oder waren im Klettergarten – naja, das kommt wieder.

Und das Verhältnis zu den Patient*innen ist natürlich notgedrungen ein wenig distanzierter geworden. Wir müssen mehr Abstand halten, uns und die Patient*innen bei Pflegetätigkeiten durch Maske und manchmal auch zusätzlich durch Face-Shields schützen.

Wie sicher fühlen Sie sich bei der Arbeit?

Auf der Arbeit habe ich mich immer sicher gefühlt. Schon früh haben wir alles getan, was getan werden konnte. Unsere Chefin hat es geschafft, immer auch das notwendige Material da zu haben. Wir werden nach wie vor wöchentlich getestet und schon sehr früh haben wir nur noch mit FFP2-Maske gearbeitet. Ich fühle mich hier sicher. Und geimpft bin ich – wie auch meine Kolleg*innen auch schon länger.

Was ist Ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Meine größte Sorge war immer, eine Patientin oder einen Patienten anzustecken. Oder ein Familienmitglied. Ich freue mich darauf, meine Kinder mal wieder zu sehen. Da die teilweise sehr, sehr weit weg wohnen, haben wir uns nun schon fast eineinhalb Jahre nicht gesehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir die Pandemie jetzt gut zu Ende bringen und die nicht nochmal neu entflammt, mit einer anderen Mutation oder was auch immer. Keiner weiß schließlich, wie es weitergeht.

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