> Blog-Reihe Corona / Teil 1

  • 11. März 2021

Für unsere neue Blog-Reihe berichten Mitarbeiter/innen des Krankenpflegeteam Kiel über ihren individuellen Umgang mit der Pandemie. Unterstützung bekommen wir, wie auch schon oft in der Vergangenheit, durch Ulrich Winter, der als erfahrener Redakteur die Interviews durchführen wird.

11. März 2021

Anja Goldschmidt-Frahm

Krankenschwester,
Inhaberin des Krankenpflegeteam Kiel,
verheiratet und Mutter von zwei Kindern

Frau Goldschmidt-Frahm, wie lange sind Sie schon beim Krankenpflegeteam?

26 Jahre, ich habe das Krankenpflegeteam im Jahre 1994 in der Ringstraße in Kiel gegründet.

Was schätzen Sie an der Arbeit im Krankenpflegeteam?

Ich gehe einfach jeden Tag gerne zur Arbeit, um mit meinem Team bedürftigen Menschen ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen und ihnen eine liebevolle Pflege und Betreuung anzubieten. Als Krankenschwester habe ich schon immer gerne mit und für Menschen gearbeitet.

Was hat sich durch die Pandemie im Krankenpflegeteam verändert?

Die Pandemie hat uns enger zusammengeschweißt. Seit letztem Jahr ziehen alle noch mehr als früher an einem Strang und freuen sich über die kleinen Schritte in Richtung auf eine sichere Arbeitswelt. Dafür wird im Krankenpflegeteam viel für die Sicherheit der Mitarbeiter*innen getan:

zweimal wöchentliches Testen des kompletten Teams, Fortbildungen als Videokonferenz, regelmäßige Online-Information zur Pandemie, Home-Office, Abstandregeln im gesamten Büroablauf, Entlastungstage für Mütter und Väter, Betriebsfeste „To Go“.

Was ist ihre größte Sorge in der jetzigen Situation?

Meine größte Sorge ist, dass sich eine meiner Mitarbeiter*innen ansteckt und womöglich einen unserer Patient*innen ansteckt. Natürlich habe ich – wie wir alle – auch Angst um meine Eltern und meine Kinder. Daher sind sich alle im Team einig, die Corona-Regeln nicht nur bei der Arbeit, sondern auch zuhause einzuhalten.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alle unsere Patient*innen und deren Angehörige bald die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen. Und ich wünsche mir wieder etwas mehr Leichtigkeit in unserem Leben, und dass alle die alleine leben, die soziale Isolation gut überstehen werden.